
In der Klinik Dr. Evers gibt es seit Januar 2009 ein neues Magnetfeldstimulationsgerät (Magpro).
Es soll eine Unterstützung bei der Diagnose verschiedener Krankheitsbilder, Schmerzen und Bewegungsstörungen sein.
Es ist ein weiterer großer Baustein einer qualitativ hochwertigen Therapie unserer Patienten.
Eine alte Tradition
Bereits im Altertum suchten die Menschen Orte mit besonders starken Magnetfeldern auf, um körperliche Beschwerden zu lindern. Die Chinesen behandelten schon vor Jahrtausenden verschiedene Krankheiten mit Magneten. Ähnliche Überlieferungen stammen auch aus dem alten Ägypten. Im Mittelalter erzielte in Österreich der bekannte Arzt Franz Anton Mesmer größte Erfolge mit der Behandlung durch die helfende Kraft des Magnetfelds.
Der Naturforscher, Arzt und Philosoph Paracelsus setzte ebenfalls Magnete ein, die bei Kopfweh und vielen anderen Leiden Erleichterung bringen sollten. Seither sind weltweit mehr als 6.000 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht worden, welche die biologische Wirksamkeit von Magnetfeldern eindrucksvoll dokumentieren.
Diese Methode der repetitiven transkraniellen Muskelstimulation wird seit 1985 angewendet, Anthony Barker war der erste, der den motorischen Kortex stimulierte.
Die rTMS basiert auf Induktion elektrischer Felder.
Es handelt sich um eine schonende Naturheilmethode. Hierbei werden über eine Magnetspule bestimmte Nervenzellen aktiviert und stimuliert.
Auf zellulärer Ebene kommt es zu einer besseren Durchblutung, Sauerstoffversorgung, Entgiftung und Regeneration.
Die rTMS stellt eine Unterstützung und sogar alternative zu Medikamenten dar.
Wissenschaftlich wurde der Nachweis erbracht, dass die rTMS eine natürliche Heilung, tiefe Entspannung und harmonisierende Erleichterung herbeiführt.
Bei der transkraniellen Magnetfeld-Stimulation werden mit einer über der Schädelkalotte platzierten Spule magnetische Impulse erzeugt, die je nach Frequenz einen hemmenden oder erregenden Effekt auf die darunter liegenden Neuronen haben.
Das Verfahren wird unter anderem schon erfolgreich bei Depressionen und Tinnitusbeschwerden eingesetzt.
Weitere Einsatzbereiche sind:
- Schmerzbehandlung
- Neurorehabilitation
- Fibromyalgie
- Myegelosen
- Faszienverklebungen
- Muskelverletzungen
- Rücken (Blockaden,
Verspannungen)
- Querschnittspatienten
- Schlaganfallpatienten
- MS-Patienten
- Morbus Parkinson
- Spannungskopfschmerzen
- Depressionen
Wissenschaftlich gesehen
Die Zelle besitzt als kleinste Einheit des Lebendigen einen eigenen Stoffwechsel, kann wachsen, ist reizbar, leitend, beweglich, anpassungsfähig und besitzt die Fähigkeit zur Neubildung und Fortpflanzung. Diese „kleinste Einheit“ beginnt unter elektromagnetischer Einwirkung zu pulsieren. Magnetische Feldlinien bewirken eine Verschiebung der Ionenkonzentration an der Zellmembran, und als Folge verändert sich das Potentialgefälle an der Zellgrenzfläche. Die Zellmembran als „Empfänger“ des Magnetfeldes und Modulator biologischer Abläufe wird aktiviert und durchlässiger. Sie pumpt intensive Nährstoffe, Sauerstoff, Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in das Zellinnere hinein.
Gleichzeitig können die bei der Verarbeitung anfallenden Schlacken und Schadstoffe, also Stoffwechselprodukte, schneller abgebaut und dem Lymphsystem zugeführt werden. Die beobachtete Erhöhung des Sauerstoffpartialdrucks im Gewebe lässt auf eine verbesserte Sauerstoffnutzung durch die Zelle schließen.
Krankheit beginnt im Kleinen
Generell kann man sagen: Ist der Mensch krank, ist der Stoffwechsel der Zelle gestört, als Folge geht die Leistung der Zelle zurück und steht der Lebenserhaltung des Umfeldes nicht mehr zur Verfügung.
Werden aber die Zellen einem pulsierenden Magnetfeld ausgesetzt, hilft ihnen das zur Steigerung ihrer Leistung, sodass die Selbstheilungskräfte im Körper zu wirken beginnen – das Immunsystem wird stimuliert. Die durchblutungsfördernde Wirkung der Magnetfeldtherapie ist als reaktive Antwort des vegetativen Grundsystems aufzufassen. Die verbesserte Durchblutung des Gewebes führt meist zur Lösung von Krämpfen und Verspannungen und übt dadurch einen schmerzlindernden Effekt aus.
Aus dieser natürlich-ganzheitlichen Wirkungsweise der Magnettherapie kann auf ihr außerordentlich universelles Einsatzgebiet geschlossen werden. Die Magnetfeld-Stimulation ist bei bemerkenswert vielen Indikationen zielführend anzuwenden, z.B. bei verschiedenen Erkrankungen wie Morbus Bechterew, Multipler Sklerose oder auch rheumatischen Leiden. Erfolge sind bei der Behandlung von Schmerzzuständen wie Migräne oder Menstruationsbeschwerden dokumentiert. Die allgemein positive Wirkung auf das Immunsystem kann beispielsweise in Zusammenhang mit der Therapie von Allergien genutzt werden. Vor allem als Zusatztherapie im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes hat die Magnetfeldstimulation in vielen Bereichen ihren fixen Platz gefunden. Selbstverständlich hat sie auch im Bereich der Prophylaxe ein breites Anwendungsgebiet. Sie fördert Entspannung, Stressabbau und Regeneration und dient der allgemeinen Stärkung des Organismus.
Neue technische Voraussetzungen
Durch moderne Technik ist es möglich, Magnetfelder höchst komplexen Anforderungen entsprechend aufzubauen und speziell therapeutisch einzusetzen. Neue Systeme gehen über die bisher erläuterte Wirkungsweise gängiger Magnetfeldtherapie-Systeme hinaus. Bei ihrer Entwicklung wurden in EEG-Untersuchungen zunächst jene Frequenzen erforscht und genau analysiert, in denen die menschliche Steuerungszentrale - das Gehirn - wesentliche Befehle an die Organsysteme aussendet. Diese spezifischen Frequenzmuster werden in der Folge bei der Erzeugung und Modulation eines schwachintensiven Magnetfeldes genutzt, um positive, körpereigene Impulse zu simulieren und auszusenden.
Gezielte Stimulation durch Resonanz
Auf diesem Weg werden Körperzellen nach einem, dem jeweiligen Organismus entsprechenden Muster, zur Regeneration stimuliert. Dem Körper werden vom Magnetfeld-Stimulationssystem unterschiedliche Frequenzmuster angeboten. Er beginnt dann mit diesen Muster „mitzuschwingen“. Es kommt zum „Resonanzeffekt“. Neue Magnetfeldtherapie-Systeme sind weiters dazu übergegangen, statt mit bisher üblichen magnetischen Wechselfeldern nun mit pulsierenden homogenen Gleichfeldern zu arbeiten. Diese entsprechen besser dem natürlichen Magnetfeld der Erde, in welchem der menschliche Organismus schließlich entstanden ist.
Die Anwendung: einfach natürlich
Die Behandlung mit Magnetfeld-Stimulationssystemen ist nicht invasiv (mit Kathedern oder Sonden in den Körper eindringen) und sie wird von den Patienten üblicherweise als angenehm empfunden. Es sind Ganzkörperbehandlungen ebenso möglich wie lokale Anwendungen.
Um für jede Anforderung ideale Behandlungsmöglichkeiten zu gewährleisten, wurden von einigen Herstellern individuelle Steuerprogramme entwickelt. Verschiedene Programmabläufe regeln aktivierende oder auch provozierende Magnetfelder (für Reiztherapien).
Fortschrittliche Systeme sind so ausgelegt, dass die Intensität des Magnetfeldes individuell auf jeden Patienten abgestimmt werden kann. Sensible Menschen reagieren häufig bereits bei sehr geringer Intensität gut. Üblicherweise sind morgens höhere Intensitäten nötig als abends. In der Regel dauert eine Therapieeinheit etwa 15 - 30 Minuten, die Behandlungszeit ist selbstverständlich je nach Programmablauf variabel.
Nebenwirkungen
Da die Behandlung kaum unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringt, sind Therapien auch über längere Zeitspannen hinweg möglich. Oft stellt sich der gewünschte Erfolg
Zur prophylaktischen Gesundheitserhaltung:
Stressabbau, Entspannung und Regeneration, allgemeine Verbesserung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Steigerung der Immunabwehr